| Allerdings wird eine Filterwirkung nur bei
optimalen Standortbedingungen, ausreichendem Licht, Dünger und guter Luftzirkulation
erreicht, so dass unter normalen Bedingungen die Filterleistung der grünen Schönheiten
in der Regel eher gering ist. Anders ist ihre Wirkung
als Raumbefeuchter, denn Zimmerpflanzen erhöhen die Luftfeuchtigkeit besonders im Winter.
Wenn die Pflanzen nicht wachsen, verdunsten sie nahezu das gesamte Gießwasser wieder.
Für viele Pflanzenliebhaber ist das der Anlass, sich für
die grünen Zimmergenossen zu entscheiden. Doch trockene Luft ist heute höchstens noch in
einem Altbau vorzufinden, in Neubauten dagegen sind zu hohe Luftfeuchte und der damit
verbundene Schimmel ein Problem. Die Feuchtigkeit, die beim Kochen, Duschen oder durch
Schwitzen entsteht, kann oft nur unzureichend entweichen, und jede einzelne Pflanze kann
diese Unannehmlichkeit zusätzlich verschärfen. Außerdem bringen sie auch eigene
Schimmelpilze mit in die Wohnung, die im feuchten Substrat oder in abgestorbenen und
faulen Pflanzenteilen einen hervorragenden Nährboden finden. Darüber hinaus werden die
meisten Zimmerpflanzen am Fenster platziert, so dass sie ein regelmäßiges Lüften
einschränken oder sogar verhindern. Dabei wären gerade die Räumen mit vielen Pflanzen
besonders gut zu Lüften.
Um dennoch nicht auf die Pflanzenschönheiten
verzichten zu müssen empfiehlt sich eine überschaubare Auswahl an Gewächsen und eine
gute Platzierung, die ein ausreichendes Lüften zulässt. Aber selbst unter idealen
Standortbedingungen lässt sich mit Zimmerpflanzen keine bemerkenswerte Schadstoffbindung
erzielen. Die beste Methode, Schadstoffe zu entfernen und gleichzeitig die Luftfeuchte zu
regulieren, ist und bleibt richtiges und ausreichendes Lüften und Heizen.
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