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Mediterranes Flair unter Palmen

      


Palmen sind zwar exotische Pflanzen, doch viele von ihnen fühlen sich auch in unserem Klima wohl. In großen Pflanzgefäßen kultiviert, wirken sie nicht nur äußerst dekorativ, sondern verleihen manchen Terrassen oder Balkone auch ein mediterranes Flair.
       
 
Geeignet dazu ist die Zwergpalme, mit einer Höhe von über zwei Metern oder die Petticoat-Palme, die sich durch große, fast kreisförmige Wedel auszeichnet. Dagegen hat die Dattel-Palme tief geschlitzte, weit ausladende Blättern aus und benötigt daher etwas mehr Platz. Darüber hinaus gibt es eine Menge weiterer Arten von Palmen. 
Die im Himalaya beheimatete Hanfpalme verfügt über ausreichend Kältetoleranz, sodass sie nicht nur den Sommer im Freien verbringen kann, sondern sich auch in einem gemäßigt milden Klima überwintern lässt. Allerdings ganz ohne Winterschutz sollte die Pflanze nicht bleiben, denn die Kälte alleine ist kaum ausschlaggebend, sondern die Nässe. Sie kann das Herz der Palme, aus der die Blätter treiben, zum Faulen bringen. Es empfiehlt sich daher im Spätherbst, die Zwischenräume der Blattachsen mit trockenem Heu oder Stroh auszustopfen, die Wedel locker nach oben zu klappen und sie mit einer Schnur zu fixieren. Der gesamte Blattschopf noch in Noppenfolie gehüllt, wird somit isoliert und vor Nässe geschützt. Nach den Nachtfrösten, oft schon ab März, kann die Folie wieder abgenommen werden.

Doch nicht nur im Freien, auch im Zimmer lassen sich Palmen kultivieren. Die meisten wünschen einen sehr hellen, aber nicht vollsonnigen Platz wie die Goldfrucht-Palme oder die Betelnuss-Palme. Berg-Palme , Fischschwanz-Palme, Stecken-Palme und Kentia-Palme können auch an einem Platz am Ost- oder Westfenster sowie in der Zimmermitte stehen. Wichtig für alle Palmen ist jedoch eine hohe Luftfeuchte. Sinkt das Hygrometer unter 60 Prozent, zeigen die Palmblätter braune Spitzen oder Blattränder und werden häufig von Spinnmilben befallen. Zur Vorbeugung sollten sie morgens und abends mit kalkfreiem Wasser angesprüht werden.

Da Zimmerpalmen überwiegend tropischer Herkunft sind, bevorzugen sie das ganze Jahr über einen Zimmeraufenthalt. Im Freien ist eine Kultivierung nur von Mai bis September an einem halb schattigen, luftfeuchtem Ort im Garten möglich.

Die Pflanzen sind in der Regel pflegeleicht und benötigen in größeren Abständen reichliche Wassergaben. Die sehr durchlässige, mit Steinchen oder Blähton durchmischte Pflanzenerde sollte stets vor dem nächsten Wässern gut durchtrocknet sein. Als Dünger empfehlen sich Palmendünger oder normaler Kübelpflanzendünger. Geschnitten werden Palmen nicht, nur unansehnlich gewordene Blätter werden im Frühjahr entfernt.

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