Vor einer Sanierung ist zunächst der
Auslöser der Feuchtigkeit im Mauerwerk zu suchen. Dies kann eine mangelhafte oder defekte
Abdichtung verursachen ebenso wie Tauwasserniederschlag auf kalten Bauteilen. Denn
besonders im Sommer schlägt sich auf kühl bleibenden Wänden Feuchtigkeit aus der Luft
nieder. Und wird nicht ausreichend gelüftet, dann durchfeuchtet das Mauerwerk.
Ist der Schaden auf eine alte, undicht gewordene Abdichtung zurückzuführen, dann sind
sowohl Art und Zustand der vorhanden Abdichtung als auch das Ausmaß der eingedrungenen
Feuchtigkeit sowie deren Folgeerscheinung festzustellen. Zwar sind Feuchtigkeit oder
Wasser in der Regel relativ leicht zu beseitigen, aber die eingedrungene Feuchtigkeit in
ihren Folgeerscheinungen ist unangenehmer und nachhaltiger. Sie kann im Baugefüge
chemische bzw. chemisch-physikalische Vorgänge auslösen, die mit den
Abdichtungsmaßnahmen nicht automatisch mit beseitigt werden.Meist bietet sich eine Wandabdichtung von außen an, aber entscheidend für die
Wahl des Abdichtungssystems ist das Material der vorhandenen Kellerabdichtung. Aber ein
Freilegen der Kellerwände zur Sanierung setzt viel Platz voraus, der oftmals nicht
vorhanden ist. Hier empfiehlt sich eine Innenabdichtung aus zementgebundenen
Dichtungsschlämmen an.
Um allerdings Fehlentschlüsse zu vermeiden, sollten die
entsprechenden Maßnahmen in Absprache zwischen Architekt, Fachingenieur oder Fachfirma
und Bauherr vorgenommen werden. So kann beispielsweise ein bestimmter Baustoff konstruktiv
und statisch alle Forderungen erfüllen, aber als Dichtungsträger muss er nicht unbedingt
geeignet sein. |
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