Frisch geerntete Kräuter entfalten das beste Aroma und enthalten die meisten Wirkstoffe.
Allerdings ist zu beachten, dass der Geschmack vor der Blüte milder ist als danach. Verwendet werden sollten ausschließlich einwandfreie Blüten,
Triebe und Blätter, die bei der Ernte nicht nur vorsichtig zu behandeln sind, damit keine
ätherischen Öle verloren gehen, sondern auch möglichst schnell konserviert werden
müssen.
Als einfachstes Verfahren bietet sich das Trocknen an, bei
dem sowohl die Aromen, als auch die Würzkraft erhalten bleibt. Die Kräuter werden dazu
am besten bei mäßiger Temperatur im Backofen auf dem Rost oder in einem Dörrgerät
getrocknet.
Ein ebenfalls gutes Konservierungsmittel sind Essig und Öl. So lässt sich beispielsweise
der Duft von Lavendel optimal erhalten, wenn die trockenen Blütenstände und jungen
Triebe in geruchsneutralem Öl eingelegt werden. Auch Nadeln, Blätter und Blüten von
Rosmarin, Melisse, und Oregano eignen sich dazu. Mindestens zwei Wochen lang müssen die
aromatischen Köstlichkeiten ziehen, bis die Duft- und Geschmacksstoffe übernommen sind.
Dann werden sie mittels Sieb und Trichter abgeseiht und in dekorative Flaschen umgefüllt.
Mit derselben Methode lässt sich auch Essig aromatisieren.
Ebenso können die letzten Blüten von Duftrosen von Nutzen sein, die sich im
Eiswürfelbehälter -mit Wasser übergossen- direkt einfrieren lassen, um später in
vielen Drinks ein optisches Highlight zu setzen. Auch mit frischem Eiweiß oder Gummi
arabicum aus der Apotheke bestrichen, überzuckert und so für Torten oder Süßspeisen
konserviert, werden sie zur aparten Dekoration.
Nicht zu vergessen Uromas Aufgesetzter, ein
Konservierungsverfahren, das in geheimen Kräuter-Kombinationen Liköre und Aufguss auf
das Köstlichste aromatisieren.
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