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Jodversorgung noch unzureichend

Noch immer ist die Jodmenge auf dem Ernährungsplan der Deutschen zu gering. Statt der von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Mindestmenge von 180 bis 200 Mikrogramm pro Tag betrage die durchschnittliche Jodzufuhr   lediglich 110 bis 130 Mikrogramm pro Tag. Laut Elisabeth Pott, der Präsidentin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, könne die Versorgungslücke nur geschlossen werden, wenn Lebensmittelhersteller, Verbraucher und Gastronomiebetriebe konsequent Jodsalz verwendeten.
So hätten Untersuchungen ergeben, dass lediglich 63 Prozent der Lebensmittelhersteller bei der Zubereitung ihrer Speisen Jodsalz verwendeten. Auch bei den Gastronomiebetrieben sehe es nicht viel besser aus. An der Spitze stünden das Bäcker- und Metzgereihandwerk, das zu 75 Prozent mit Jodsalz hergestellte Lebensmittel anbiete.

Die Befürchtung, dass zu viel Jodsalz eine Jodakne auslösen könne, sei unbegründet. Nur bei einer zu hohen Dosierung von mehr als einem Milligramm pro Tag oder der zehnfachen Menge dessen, was die Bevölkerung durchschnittlich zu sich nehme, könne es zu entsprechenden Reaktionen kommen. Gefährlicher sei eine Unterfunktion mit Jod: Sie könne auf Dauer zu einer Überfunktion der Schilddrüse und im Extremfall sogar zur Kropfbildung führen, warnte die Wissenschaftlerin.

  

 

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