| Der Genuss von Fugu, einer in Japan
hochgeschätzten Delikatesse aus dem Fleisch eines bestimmten Kugelfisches, stellt fast
schon eine Art russisches Roulett dar. In den Eierstöcke, dem Rogen, der Gallenblase und
der Leber dieses Fisches befindet sich ein extrem starkes Gift. Schon eine falscher
Schnitt bei der Zubereitung kann die giftige Substanz austreten lassen. Ein Tropfen davon
in der Speise ist schon ausreichend, um zunächst zu Lähmungen und danach zum Tode zu
führen. Allerdings muss jeder Küchenchef, der Fugu
zubereiten möchte, erst eine 7 jährige Lehrzeit absolvieren, um den Fisch mit den
giftigen Innereien auch mit todsicheren Handgriffen zu zerlegen. Wie die Japaner es
lieben, wird das hauchdünn geschnittene Fischfleisch mit klassischen und scharfen Saucen
meist roh serviert.
Dennoch ist Fugu in Japan mit verantwortlich für viele
tödlichliche Lebensmittelvergiftungen. Es sterben jährlich Dutzende von Menschen daran.
In Deutschland darf Fugu trotz Kugelfischlizenz eines Küchenmeisters nicht angeboten
werden. Wer trotzdem den kulinarischen Nervenkitzel genießen möchte muss dazu nach Japan
reisen. |