Damit Lasuren ihrer Aufgabe gerecht werden
können, müssen sie unbedingt pigmentiert sein. Denn die Pigmente sorgen dafür, dass
UV-Strahlen das Holz nicht angreifen können. Die Lasur oder der Lack dürfen aber auch
nicht zu dunkel sein, da sie sich stärker aufheizen, was zur Rissbildung führen kann. Im
Gegensatz dazu enthalten Lasuren in hellen Farben oft zu wenig Pigmente, weshalb sich die
Wahl von mittleren Farbtönen empfiehlt.
Vor dem Auftrag der neuen Farbe muss bei alten Hölzern der Untergrund vorbehandelt und
die Oberfläche mit Seifenlauge und Bürste gründlich abgeschrubbt werden. Anschließend
das Holz gründlich inspizieren, die Schadstellen beseitigen und feine Risse mit
Holzspachtelmasse verfüllen. Eine abblätternde Lackschicht ist komplett zu entfernen und
mit einer Ziehklinge abzuziehen oder mit Sandpapier abzuschleifen. Ein optimales Streichergebnis erfordert allerdings eine Grundierung,
auch wenn der alte Anstrich noch intakt ist. Bei der Produktauswahl ist darauf zu achten,
dass eine Verwendung im Außenbereich gewährleistet ist.
In der Regel sind Sichtschutzwände und Balkongeländer aus
Holz kesseldruckimprägniert. Trotzdem erfordern sie eine regelmäßige Pflege mit einer
Dünnschicht-Wetterschutz-Lasur.
Bei der Verarbeitung von Farben und Lacke ist immer auf die
Witterung zu achten. Einerseits lassen sie sich bei Temperaturen unter 5° C nur schwer
verarbeiten und trockenen langsamer, andererseits beeinflussen sehr heiße Sommertage,
stürmischer Wind und eine niedrige Luftfeuchtigkeit das Gelingen des Streichvorhabens. |
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