| Großmutter begann schon im späten Frühjahr
mit der ersten Ernte. Sie schnitt die zarten Holunderblütendolden für die
Holunderküchle, eine köstliche Süßspeise. In Bierteig gewendet, in Fett ausgebacken
und mit Puderzucker bestäubt waren die Blüten ein wahrer Genuss. Die hocharomatischen Blüten ergeben auch einen moussierenden,
alkoholfreien Flieder- oder Heidesekt. Einen weiteren Teil der Blüten trocknete
Großmutter für einen schweißtreibenden hilfreichen Tee der optimal bei
Erkältungskrankheiten ist.
Aus den pechschwarzen ausgereiften Beeren kochte sie
schließlich Sirup, Saft, Suppe, Marmelade und stellte Wein daraus her.
Da die Holunderbeeren über eine kräftige Farbkonsistenz
verfügen empfiehlt Großmutter, die Beeren mit einer Gabel von den Stängeln
abzustreifen, damit die Finger sich nicht verfärben.
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