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| Sammelsurium |
| Die neue Trash-Kultur |
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Schon immer rufen Trends irgendwann
Gegentrends hervor. Auf Ästhetik und klare Linien, folgt meist Anarchie in Form von
Kitsch. Im Möbeldesign ist es da nicht anders als in Mode und Musik. Dies zeigt der
Stilprotest einer jungen Generation von Designern und Autodidakten, der mit jedem neuen
Design-Auftritt der großen Möbelhersteller stärker wird.
Je puristischer die Objekte in ihrer Ausführung und Gestalt -unter anderem bei
Cassina und Ligne Roset- sind, umso grauslicher werden die Entwürfe der jungen
Avantgardisten. Aber sie lassen auch viel Spass erkennen, wenn man die Objekte des
Berliner Trash-Designers Kühn betrachtet.
Nahezu ein Status-Symbol der Kitsch-Bewegung sind die in allen Farben erhältlichen
"Lumi-Bären".
Vor allem ganz junge Leute bevorzugen Plastiksofas und Schrilles. Die aufblasbaren,
transparenten Sofas von Ikea sind nichts anderes als eine clevere Idee, damit die Wünsche
dieser Spezies zu befriedigen. Auch der italienische Edel-Designer Alessi hat keinerlei
Skrupel, wenn er Pinocchio-Köpfe als Trichter vermarktet.
Irgendwann wird diese Kitsch-Welle auch auf die Hersteller von Möbeln und Wohnaccessoires
überschwappen.
Die positive Seite der neuen Trash-Kultur, sie ist nicht teuer und vertritt einen
Recyclinggedanken. |
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