| Buchs erlebt hübsch gestylt zur Zeit ein
Revival und wird vielerorts repräsentativ platziert. Die Pflanze zeichnet sich vor allem
dadurch aus, dass sie auch dann gut gedeiht, wenn sie im Sommer von Blumen und Stauden
verdeckt ist. Zwar wächst sie dann etwas langsamer, aber im Winter, wenn alles abgeblüht
ist peppt sie dank ihrer Form den Garten wieder auf. Kugeln,
Kegel, Säulen, Würfel oder Spiralen jeder Schnitt steht der Pflanze gut. Doch für den
Gestalter sind viele der Schnittformen eine echte Herausforderung. Um das Gefühl für
Kanten und Rundungen zu bekommen empfiehlt es sich zunächst mit einfachen geometrischen
Formen zu beginnen. Mit der aus einem Stück Pappe geschnittenen Vorlagen lässt es zur
Übung relativ einfach daran entlang trimmen und bei geraden Seiten kann auch eine
Holzlatte behilflich sein. Und hat man genügend Erfahrung und Fertigkeiten mit der
Schnippelei gesammelt, dann sind der Fantasie an Formen und Figuren kaum noch Grenzen
gesetzt.
Allerdings vom Setzen der Pflanze bis zur fertigen Form
wird einige Zeit vergehen. Denn die Pflanzenwurzeln müssen zunächst hinreichend Fuß in
der Gartenerde gefasst haben. Ist Mitte April der erste Austrieb abgeschlossen, dann kann
am besten an einem bedeckten Tag endlich das Gewächs gestylt werden. Anschließend noch
Pflanze gut wässern und düngen, damit sie sich vom Stress erholt und wieder schön
hellgrün austreibt. Wichtig ist der Erziehungsschnitt von Anfang an, denn früh rundet
sich, was eine Kugel werden will.
Geschnitten wird mindestens zweimal im Jahr, erstmals Mitte
April und nochmals im späten August. Dann hat die Pflanze ausreichend Zeit, vor dem
Winter noch ein paar junge Blättchen zu bilden.
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