| In Deutschland essen die Menschen, trotz
der Verunsicherung durch die BSE-Krise weiterhin zu viel Fleisch.
Nach dem ersten BSE-Fall in Deutschland hat der Rindfleischmarkt fast wieder seine alten
Absatzzahlen erreicht, und der Fleischkonsum ist wieder zu hoch. Dies erklären die
Wissenschaftler des Instituts für Ernährungsmedizin und Diätetik.
In den vergangenen Monaten hat sich das Ernährungsverhalten nur dahingehend geändert,
dass zwar mehr Seefisch und Käse gegessen wird, im Durchschnitt aber auch 250 g Fleisch
und Wurst pro Tag konsumiert werden, wobei nur 100 Gramm täglich gesund sind. Laut den
Wissenschaftlern gehöre zwar Rindfleisch zur gesunden Ernährung da es eines der
zinkreichsten Lebensmittel sei, trotzdem sollte es nicht täglich gegessen werden.
Nach den ersten BSE-Fällen war der Rindfleischmarkt
zeitweise total zusammengebrochen und die Verbraucher verzichteten zunächst spontan auf
Fleisch, stiegen dann jedoch auf Schweinefleisch um und kauften später Biofleisch.
Inzwischen erwerben die Verbraucher im Supermarkt wieder preiswertes Rindfleisch. Die
Wissenschaftler raten allerdings, kein billiges Rindfleisch zu kaufen und unbedingt auf
die Etikettierung zu achten. |