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| Verbraucher haben BSE verarbeitet |
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Laut Auskunft des Geschäftsführers des
Fleischer-Innungsverbandes Hessens, herrschen an den Fleischtheken wieder fast
normale Verhältnisse. Aus Furcht vor anonymer Ware hatten sich die Verbraucher in
der Krise scharenweise von den Supermärkten abgewendet und in den - teureren
Fleischerfachgeschäften ihre Waren eingekauft. "Jetzt greift wieder der Preis",
so der Innungsverband.
Das hohe Preis-Niveau für Rindfleisch erklären die Metzger mit den hohen Kosten, die
beim Schlachten anfallen. So sei die Ursache in der Entsorgung des Risikomaterials zu
finden, das im Prinzip für den Verzehr geeignet ist, aber niemand mehr haben will.
Die Metzgereien zahlten sowohl für die Herstellung von Tiermehl als auch für dessen
Verbrennung. Es sei paradox, dass mit hohem Aufwand steriles Tiermehl hergestellt werde,
nur um es später zu verbrennen, kritisiert der Verband.
Eine Alternative dazu gebe es aber so lange nicht, wie der Verdacht nicht ausgeräumt sei,
von dem Material könne eine Gefahr ausgehen.
BSE-Entwarnung könne es noch nicht geben, meint Hessens Sozialministerin Silke
Lautenschläger (CDU): "Auch wenn die Rinderkrankheit nicht mehr täglich im
Mittelpunkt der Öffentlichkeit steht, stellt sich das Problem unverändert und ist noch
lange nicht von Tisch." Nach wie vor fehlten gesicherte Erkenntnisse über Ursache
und Behandlung von BSE beim Rind und der neuen Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit
beim Menschen. Auch zugelassene BSE-Tests am lebenden Rind gebe es noch immer nicht.
Rindfleisch sei allerdings wegen der strengen Kontrollen sicherer geworden, unterstreicht
das Ministerium. Denn Risikomaterial wie Hirn und Rückenmark werde entfernt, und Tiermehl
dürfe nicht verfüttert werden. Lautenschläger fordert ein dauerhaftes Tiermehl-Verbot
in der gesamten EU. Wahrscheinlich habe die Verfütterung von Tiermehl an Wiederkäuer die
BSE-Krise ausgelöst.
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