| Nicht nur Linien und Strukturen machen den
winterlichen Garten spannend, auch lang haftende Früchte und Fruchtstände tragen viel
dazu bei. An immergünen Pflanzen wie Feuerdorn Pyracantha und Stechpalme Ilex
stehen die roten, orangen oder gelben Früchte im Kontrast zum glänzenden Laub,
besonders wenn die Grundfarbe dunkelgrün ist. Und Berberitzen Berberis bringen
Früchte hervor, die in Schattierungen von orange über rot bis samtschwarz gefärbt sein
können. Diese Pflanzen setzen dem Garten nicht nur einen Farbtupfer auf, sie bieten auch
Nahrung und ziehen damit eine Menge anderer Gartenbewohner an. An den Tulpenbäumen Liriodendron tulipifera fallen jetzt im laublosen
Zustand die aufrechten Zapfen auf, und der Blasenbaum Koelreuteria paniculata
raschelt dazu mit seinen lampionartigen Früchten.
Auch dicht über dem Boden lassen sich auffällige Früchte
und Fruchtstände entdecken. Kugelrunde dicke Beeren in Weiß, Rosa oder Rot machen die
Torfmyrte zur Augenweide. Die Goldgarbe Achillea filipendulina lässt Schirmchen
schweben, auf denen sich der Schnee nieder lässt. Bis zum Frühjahr strecken sich die
trockenen Blütenstängel des Blutweiderich, während sich das Brandkraut Phlomis
russeliana mit seinen Quirl besetzten Stängeln in grafischem Muster auszeichnet.
Mit der beliebt gewordenen Gartenbeleuchtung lässt sich
auch während der dunklen Jahreszeit im Garten eine angenehme Atmosphäre schaffen. So
können manche Leuchtkörper frostbedeckten Pflanzen und Rasenflächen ein zusätzliches
Funkel verleihen, und andere wiederum die Umrisse der blattlosen Äste von Bäumen
wirkungsvoll inszenieren.
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