Ballaststoffe -
wichtige Bestandteile unserer Ernährung

... und warum sie nichts mit „Ballast“ zu tun haben
Ballaststoffe sind Bestandteile pflanzlicher Zellen, die von den
Verdauungsenzymen des Menschen nicht gespalten und daher
unverdaut wieder ausgeschieden werden.

Der Begriff “Ballaststoff” stammt noch aus einer Zeit, in der die
Bestandteile der menschlichen Kost, die nicht direkt als Nährstoffe
verwertbar waren, fälschlicherweise als überflüssig, d.h. als “Ballast”
angesehen wurden.

Infolge des Fortschritts in der Lebensmitteltechnologie und der
Veränderung des Ernährungsverhaltens – mehr tierische statt
pflanzliche Lebensmittel, helle statt dunkle Mehle – ging der
Ballaststoffgehalt unserer Kost im Laufe der letzten 100 Jahre immer
weiter zurück. Der Verzehr an Ballaststoffen liegt derzeit bei
durchschnittlich 19 g/Tag (Lit.: Jahresbericht der Deutschen
Gesellschaft für Ernährung 1996). Nachdem heute genauere
Kenntnisse über Ballaststoffe vorliegen, wird ihnen ein immer größerer
Stellenwert in der menschlichen Ernährung eingeräumt.

Aus diesem Grund wird empfohlen, die Ballaststoffaufnahme zu
erhöhen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt als
Richtwert für die tägliche Ballaststoffzufuhr eine Menge von mindestens
30 g an. Eine mittelfristige Anhebung der täglichen Zufuhr auf 30-40
g/Tag scheint aus ernährungsphysiologischen Gründen sinnvoll.

Aufbau der Ballaststoffe
Chemisch gehören die Ballaststoffe bis auf wenige Ausnahmen zur
Gruppe der Kohlenhydrate. Bei den von menschlichen
Verdauungsenzymen spaltbaren längerkettigen Kohlenhydraten
(Stärke, Dextrine) handelt es sich um Glucoseketten mit einer
bestimmten Struktur. Für andere Verbindungen fehlen dem Menschen
die zur Spaltung notwendigen Enzyme, so daß die Ballaststoffe
unverdaut in den Darmtrakt gelangen.

Wirkung der Ballaststoffe
Die am längsten bekannte und am sichersten nachgewiesene Wirkung
der Ballaststoffe ist die Beeinflussung der Darmtätigkeit. In Ländern,
deren Bevölkerung sich hauptsächlich von pflanzlichen,
ballaststoffreichen Lebensmitteln ernährt, sind die Stuhlmengen
wesentlich größer und die Darmpassagezeiten wesentlich kürzer als in
den Industrieländern, in denen die Kost relativ ballaststoffarm ist.

Die Wirkung der Ballaststoffe auf die Darmtätigkeit beruht auf
folgenden Vorgängen:

1) Die verwertbaren Inhaltsstoffe der Nahrung werden in Magen und
Dünndarm in kleine Bruchstücke gespalten und von der
Dünndarmschleimhaut aufgenommen.

2) Die Ballaststoffe gelangen nahezu unverändert in den Dickdarm, da
für ihren Abbau die Enzyme fehlen.

3) Die im Dickdarm angesiedelten Mikroorganismen verfügen im
Gegensatz zu den menschlichen Verdauungssekreten über Enzyme,
mit deren Hilfe sie einen Teil der Ballaststoffe abbauen können.

4) Die Ballaststoffkomponenten, die dem Abbau durch die
Darmbakterien entgangen sind, binden im Darm Wasser und quellen
auf. Sie füllen den Darm dadurch besser aus und regen somit die
Bewegung des Darms an.

5) Die Bakterien vermehren sich, da sie einen Teil der Ballaststoffe als
Nahrung verwerten können, und tragen durch ihre eigene Masse in
erheblichem Umfang zur Stuhlbildung bei. Etwa die Hälfte des Stuhls
besteht aus Darmbakterien.

Sowohl die Wasserbindung der nicht abgebauten Ballaststoffe als auch
die Vermehrung der Bakterien führen zu einem erhöhten Stuhlgewicht
mit weicherer Konsistenz und, durch die Anregung der Darmbewegung,
zu einer Verkürzung der Verweildauer der Nahrungsreste im Darm.

Die quellfähigen Ballaststoffe binden zudem schon zu Beginn der
Verdauung Wasser und erzeugen ein Sättigungsgefühl. Durch diese
günstige Beeinflussung der Sättigungsregulation sind pflanzliche
Ballaststoffe eine Hilfe, weniger Kalorien aufzunehmen. Zudem
verringern sie die Kaloriendichte vieler Nahrungsmittel, da sie selbst
entweder keinen oder nur einen sehr geringen Nährwert aufweisen.

WICHTIG:
Bei einer abrupten Umstellung von ballaststoffarmer auf
ballaststoffangereicherte Kost dauert es einige Tage, bis sich der Darm
auf die erhöhte Ballaststoffaufnahme eingestellt hat. Zunächst ist der
Darm von der angestiegenen Ballaststoffmenge überfordert, so daß es
zu leichtem Völlegefühl und Blähungen kommen kann. Der
Ballaststoffanteil der Nahrung sollte daher langsam erhöht werden.
Auftretende Anpassungsbeschwerden verschwinden aber in der Regel
nach einigen Tagen.



Prebiotische Ballaststoffe:
Prebiotische Ballaststoffe sind unverdauliche Stoffe, die nur
bestimmten Darmbakterien (Bifidobakterien) als Nahrung dienen und
somit speziell diese in ihrem Wachstum fördern. Dadurch können sich
diese auch als probiotisch bezeichneten Bakterien sehr gut vermehren
und somit verstärkt ihre positiven Eigenschaften auf die Darmfunktion
ausüben.

Prebiotische Ballaststoffe im Spinnrad-Sortiment, die zum Beispiel in
Milchprodukte oder Müslis eingerührt werden können:

Gummar HT (Gummi arabicum) 250 g* Art.-Nr. 31015 Euro 5,09
DM 9,95

Inulin 100g* Art.-Nr. 21036 Euro 1,69 DM 3,30

Oligofructose 100 g* Art.-Nr. 21035 Euro 1,53 DM 3,00



Eine Auswahl weiterer Ballaststoffprodukte im
Spinnrad-Sortiment:
Kleieprodukte, Pflanzenfasern und -samen und können zum Beispiel
beim Backen dem Teig zugefügt werden und den Ballaststoffgehalt der
Nahrung erhöhen.

Apfelfaser HT, 200 g* Art.-Nr. 21047 Euro 1,84 DM 3,60

Haferkleie HT, 1000g Art.-Nr. 41046 Euro 5,09 DM 9,95

3-Samenmischung HT, 500 g Art.-Nr. 11050 Euro 5,09 DM
9,95

Lösliche Ballaststoffe wie Pektine können auch in Flüssigkeiten (z.B.
Säfte) eingerührt werden:

Apfelpekt Plus, 250 g* Art.-Nr. 31023 Euro 7,03 DM13,75

Weiterhin umfaßt das Spinnrad-Sortiment viele andere
ballaststoffreiche Produkte wie Pflanzenfasern, Müslis,
Brotbackmischungen und weitere Zutaten, die in der täglichen
Ernährung zur Ballaststoffanreicherung eingesetzt werden können.

Das umfangreiche Spinnrad-Programm zeigt Ihnen, daß ein
Ballaststoffdefizit auf vielfältige Weise auszugleichen ist, ohne daß der
gute Geschmack zu kurz kommt.

* Diese Produkte sind auch in weiteren Größen erhältl

 
   

 

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